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Das Team OFFENSICHT erhält den Internationalen Preis LIBELLEN 2016 PDF Печат Е-поща
Автор: artnovini.com   
Събота, 26 Ноември 2016г. 10:51ч.

Das Regieteam OFFENSICHT Fleming/Petranov. Foto: © Georgi Vatschev, 2013Die Inszenierungen von Stefan Fleming und Boris Petranov in einigen europäischen Länder sind vielen Theaterfans wohl bekannt.

WIEN. Im berühmten Wiener Cafe Zartl (Rasumofskygasse 7, 1030 Wien) wurde Anfang dieser Woche der internationale Preis LIBELLEN 2016 der Webseite für Kunst und Kultur artnovini.com an das Team OFFENSICHT Fleming/Petranov verliehen. Die beiden Theatermacher wurden „für ihre aktive Tätigkeit und ihren Beitrag zur Entwicklung der österreichisch-bulgarischen Beziehungen im Theaterbereich” ausgezeichnet.

Die Bronzstatuette „Libellen” ist von dem berühmten bulgarischen Bildhauer Ivaylo Savov geschaft. Der erste Preisträger (2014) war der weltberühmte Dichter, Literaturwissenschaftler, Übersetzer und Verlеger Rade Siljan (Mazedonien).

Borislav Petranov (l.) und Stefan Fleming (r.) mit dem internationale Preis „Libellen” 2016 der Webseite für Kunst und Kultur artnovini.com. Foto: © artnovini.comDas Team OFFENSICHT

wurde im Jahr 2008 vom österreichischen Regisseur, Schauspieler und Autor Stefan Fleming und vom bulgarischen Theaterwissenschaftler, Übersetzer und Kulturmanager Borislav Petranov gegründet.

Im Jahr seiner Gründung debütierte das Team mit drei Projekte: „Untertagblues” - eine szenische Lesung einer Collage aus Stücken von Peter Handke, „Gestrige Küsse und andere Fröhlichkeiten” - eine szenische Lesung aus Stücken des bulgarischen Autors Juriy Datschev und am 20. Oktober 2008, dem Geburtstag der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek mit einer szenischen Lesung für das „Institut zur Erforschung des Schaffens von Elfriede Jelinek”. Es folgten die Projekte „Die Eröffnung”(2009), eine szenische Lesung nach Bühnenstücken von Peter Turrini (*1942) und „Tödliche Sünden“(2010), eine szenische Lesung nach Bühnenstücken von Felix Mitterer (*1948).

Das Team OFFENSICHT inszenierte die „Brecht Revue” (2009) aus dem frühen Schaffen von Bertold Brecht (1898-1956) mit Liedern von Kurt Weil (1900-1950); „Schwarze Augen für gelegentliche Treffs” (2010) nach Lubomir Peewski ( die Vorstellung hatte Gastspiele in Bratislava/Pressburg und Brüssel); „Ein unmusikalischer Moment” (2011) von Petrana Zlateva (das Stück gewann den Preis des Wettbewerbs „Über Grenzen sprechen” des Außenministeriums der Republik Österreich); „Sex ohne Zucker” (2012) nach Franca Rame (1928-2013) und Dario Fo (1926-2016) am Staatstheater Plovdiv (mit Gastspielen in Sofia, Smolian, Varna, Gabrovo, Bratislava/Pressburg, Wien und Brüssel; 1. Platz beim internationalen Festival für Monodramen BGMOT in Gabrovo, Bulgarien); „Es war die Lerche” (2013) von Ephraim Kishon (1924-2005) am Staatstheater Plovdiv; „Bella Donna” (2014) von Stefan Vögel (*1969) am Theater der Satire in Sofia; „Offene Zweierbeziehung” (2014) von Franca Rame & Dario Fo am Theater „Die Neue Tribüne” Wien.

Im Jahr 2014 leitete das Team OFFENSICHT zwei erfolgreiche Schauspielerworkshops im Schauspielhaus Salzburg und an der Sommerakademie der Künste in Sozopol.

Im Jahr 2016 leitete das Team OFFENSICHT ein Theaterprojekt des Kuratoriums der Wiener Pensionisten. Dessen Kulmination war die Vorstellung „Ehe und andere Missverständnisse” nach Loriot, Hugo Wiener und Cami am 15. November 2016.

Das Team OFFENSICHT arbeitet erfolgreich seit Jahren mit dem Musiker Hannes Marek, der Spezialgast bei der Verleihung im Cafe Zartl war. Der gebürtige Niederösterreicher studierte an der Wiener Musikhochschule (1992-1998). Seit 2002 ist Hannes Marek Korrepetitor und Kapellmeister am Wiener Burgtheater und seit 2007 leitet er das Musikerkollektiv LABYRINTHE WIEN. Zwischen 1992 und 2003 war Marek künstlerischer Leiter des Chores an der Wiener Wirtschaftsuniversität und Stiftsorganist der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz. Seit 2013 ist er Co-Leiter des Orgelfestivals „Die goldene Stunde” in der Wiener Jesuitenkirche.

Die Premiere „Brecht Revue” (27.03. 2009): Boris Petranov (l.), Stefan Fleming und die Schauspielerin Dessi Urumova. Foto: Regieteam OFFENSICHT  * * *

BIOGRAPHIEN

STEFAN FLEMING studierte schon als Kind an der Musikakademie und war dann einer der jüngsten Reinhardt-Seminaristen. Im Anschluss absolvierte er zusätzlich noch eine Musicalausbildung. Unmittelbar nach dem Seminar begann er unter anderem als Sohn der österreichischen Fernsehkultserie „Familie Merian” (Regie Walter Davy) seine Karriere als TV-Hauptdarsteller. Es folgten ca. 250 weitere Rollen in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Brasilien. Schließlich auch wieder in Österreich mit der Fernsehserie „Der Winzerkönig”.

Der gebürtige Wiener spielte Theaterhauptrollen am Theater der Jugend, Theater an der Wien, am Volkstheater in Wien, den Berliner Kammerspielen, Stuttgard, Residenztheater München, bei den Sommerfestspielen in Neulengbach, Altenburg und Baden, im Rabenhoftheater etc.

Flemings beliebte Lesungen erfinden das Genre neu.

1991 erschien Stefan Flemings erstes Buch „Märchen zur Nacht” (Märchen für Erwachsene). Außerdem schrieb und moderierte er die Kindersendung „Raus mit Stefan” für den ORF, die in New York den „International Television Award” errang, produzierte eine Hörbuchreihe, die drei deutsche Schallplattenpreise erhielt, machte Literatursendungen für das Radio, schrieb erfolgreich Drehbücher und unterrichtete in der „Werkstatt Film / Fernsehen” Drehbuch, Regie und Schauspiel. Er lektoriert, übersetzt und spricht auch zahlreiche Dokumentationen u. a. für ORF III. Fleming inszenierte an den Berliner Kammerspielen und am Interkulttheater - Wien.

Im Jahr 2009 bekommt er die Auszeichnung des Kulturministeriums der Republik Bulgarien für seine Verdienste um die Verbreitung bulgarischer Kultur in Österreich verliehen.

„Es war die Lerche” (2013) von Ephraim Kishon (1924-2005) am Staatstheater Plovdiv: Stefan Fleming (l.), Petar Toskov (u.), Simeon Lyutakov (o.), Elena Atanassova und Borislav Petranov. Foto: © Georgi Vatschev* * *

BORISLAV PETRANOV wurde in Pleven, Bulgarien, geboren und maturierte am Deutschen Gymnasium in Lovetsch. Er ist studierter Theaterwissenschaftler und Betriebswirt. Jahrelang war er Dramaturg und stellvertretender Direktor verschiedener Theater in Bulgarien. Petranov ist Autor eines Theaterstücks und eines Buches über die Geschichte des bulgarischen Theaters. Er ist einer der Verfasser der Anthologie „Junges Theater aus Bulgarien”, herausgegeben im Drava Verlag. Sein Beitrag „Das bulgarische Drama außerhalb Bulgariens im 21.Jahrhundert wurde im Band 55 des Wiener Slawistischen Jahrbuchs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Borislav Petranov war mehrmals Jurymitglied bzw. Vorsitzender der Jury verschiedener internationaler und nationaler Theaterfestivals. Von 2002 bis 2013 war er Direktor des bulgarischen Kulturinstituts „Haus Wittgenstein und Botschaftsrat für Kultur an der bulgarischen Botschaft in Wien.

Im Jahr 2014 bekommt er die Auszeichnung des Kulturministeriums der Republik Bulgarien für seine Verdienste um die Vermittlung und Verbreitung bulgarischer Kunst und Kultur in Österreich verliehen.

Der bulgarischen Bildhauer Ivaylo Savov. Foto: © artnovini.com* * *

IVAYLO SAVOV wurde in Russe, Bulgarien, geboren und maturierte am Gymnasium für angewandte Kunst (Keramik) in Troyan. Seit 1994 ist er Mag. art der bulgarischen Nationalkunstakademie (Bildhauerkunst).

Seine erste Teilnahme an einer Ausstellung findet im Jahr 1990 bei der Nationalausstellung „Bildhauerei in Sofia und in der Galerie Lehalle (Paris) statt. Es folgen Ausstellungen in der Galerie Le Nouveau Mur (Geneve, Schweiz), Theatre de Pochede la Grenette (Vevey, Schweiz), Crida Art (Sofia), Galerie du Lac (Nyon, Schweiz), Dossev Galerie (Sofia), Galerie Lotus (Wien), Fallet Gallery (Geneve), Campo & Campo (Antwerpen, Belgien), Anixis Gallery (Baden, Deutschland) u.a. 1992 nimmt er in Europ’Art (Geneve) teil.

Seit 2004 arbeitet Savov mit dem Auktionshaus Hotel des Ventes in Geneve zusammen. Seine Werke sind auch Teil der ständigen Ausstellung der Zabbeni Gallery (Schweiz). Diese Galerie hat Ausstellungsräume in Genf, Vevey und Bern. Dort sind die Werke von Ivaylo Savov zusammen mit den Skulpturen von Alberto Giacometti (1901-1966), Fernando Botero (*1932) und Amedeo Modigliani (1884-1920) ausgestellt.

Skulpturen von Savov findet man in Privatsammlungen in 27 Ländern: Österreich, Bulgarien, Serbien, Griechenland, Rumänien, Russland, Polen, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Spanien, USA, Libanon, Israel, Kanada u.a.

Ivaylo Savov ist Autor des Preises „Garviton für bulgarische fantastische Literatur und des „Hähnchen - Preises der bulgarischen Investitionsagentur.

Der Jahrespreis der Webseite artnovini.com „Der goldene Zweig“ ist ein Werk von Savov.

Die Wichtiger Kollektionen:

- National Gallery of Fine Arts - Sofia, Bulgaria;
- Collection Penkov - Sofia, Bulgaria;
- Collection Art Dialogue - Paris, France;
- Collection John Galliano - Paris, France;
- Collection Mittal - Mumbai, India;
- Collection Prince Philippe of Belgium - Bruxelles;
- Collection Cromwell Art - Montreal, Canada.

Café Zartl in Wien. Foto: © Till F. Teenck / commons.wikimedia.org* * *

Das CAFE ZARTL ist ein Wiener Kaffeehaus in der Rasumofskygasse im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße.

1883 wurde in dem neu errichteten Eckhaus Rasumofskygasse Nr. 7 nahe der Rotundenbrücke ein erstes - zunächst noch sehr schlichtes - Café eröffnet. Erst als um 1919 Robert Zartl das Lokal übernahm, entstand hier das Kaffeehaus, so wie es sich auch heute noch präsentiert: mit Sitznischen, englischer Leinentapete, Kristalllustern, Billardtischen und einer original Filtriermaschine Marke Kolschitzky.

In der Zwischenkriegszeit avancierte das Zartl zu einem Treffpunkt von Literaten. Zu den Stammgästen zählten damals Robert Musil (1880-1942), der nur wenige Häuser weiter in der Rasumofskygasse Nr. 20 wohnte, Heimito von Doderer (1896-1966), dessen Elternhaus in der nahegelegenen Stammgasse war, Franz Karl Ginzkey (1871-1963) und der Kabarettist Karl Farkas (1893-1971).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Café wiedereröffnet und entwickelte sich erneut zu einem Literaten- und Künstler-Treffpunkt. Hier verkehrten unter anderem Milo Dor (1923-2005), Barbara Frischmuth, Alfred Hrdlicka (1928-2009), Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), Axel Corti (1933-1993), Friedrich Gulda (1930-2000) und andere.

Das Café Zartl verfügt heute auch über den Kalanag-Salon - benannt nach dem berühmten Zauberkünstler Kalanag (Helmut Ewald Schreiber; 1903-1963), in dem sich die Wiener Mitglieder der International Brotherhood of Magicians treffen.

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Последна промяна от Четвъртък, 01 Декември 2016г. 18:50ч.